Kürbisstuten Rezept wie vom Bäcker – saftig, fluffig & gelingsicher! Einfaches Hefebrot mit Hokkaido-Kürbis, perfekt für Herbst & Winter.
Wenn es draußen langsam kälter wird, die Blätter in allen Rottönen leuchten und der Duft von frischgebackenem Gebäck durch die Küche zieht, gibt es kaum etwas Gemütlicheres als einen saftigen Kürbisstuten. Dieser Hefeklassiker vereint den aromatischen Geschmack von Hokkaido-Kürbis mit einem fluffigen Teig, der sowohl Anfänger als auch Backprofis begeistert.
Woher kommen Kürbisstuten eigentlich?
Der Kürbisstuten (was genau genommen als maskulin zu bezeichnen ist) ist ein moderner Ableger des traditionellen Hefestutens, der durch die Verwendung von Kürbis saftiger, aromatischer und perfekt für die Herbst- und Adventszeit geworden ist. Der Kürbisstuten basiert auf dem klassischen Hefestuten, der traditionell in vielen Regionen Deutschlands gebacken wird, besonders in Süddeutschland und Franken. Hefestuten oder „Hefezopf“ gibt es schon seit dem 18./19. Jahrhundert.
Dieser köstliche Kürbisstuten ist mehr als nur ein süßes Gebäck, er ist ein Stück Herbst und Winter in Form eines köstlichen, süßen Kürbisbrots. Fluffiger Hefeteig, aromatisches Kürbispüree, ein bisschen Mandelzauber und Hagelzucker on top und fertig ist ein Stuten, der nicht nur unglaublich lecker ist, sondern auch optisch überzeugt.
Ob zum Frühstück, Nachmittagskaffee oder als Geschenk: Dieses Kürbis-Hefebrot begeistert Groß und Klein. Mit ein paar einfachen Tipps bei der Zubereitung, der richtigen Gehzeit und der perfekten Kastenform (gerne auch zwei!) steht einem perfekten Backerlebnis nichts im Weg. Wer also nach einem gelingsicheren, aromatischen Herbst-Hefeteig sucht, sollte unbedingt den Kürbis-Stuten ausprobieren- ein Klassiker, der modern, saftig und unwiderstehlich ist.
Warum eigentlich Kürbis im Hefeteig?
Viele denken bei Kürbis sofort an Suppen oder Aufläufe, aber der orangefarbene Alleskönner eignet sich auch hervorragend für süßes Gebäck. Ich liebe ihn beispielsweise auch in diesen überaus köstlichen Kürbis-Buchteln. In jedem Falle sorgt das pürierte Kürbisfleisch für extra Feuchtigkeit, eine natürliche Süße und einen herrlich aromatischen Geschmack, der perfekt in die Herbst- und Winterzeit bzw. den Spätsommer passt. Der Teig bleibt saftig, die Krume schön locker und das Beste: Der Kürbis verleiht dem Stuten ein wunderbares, zartes Aroma, ohne dass zusätzliche Aromen nötig sind.
Hier ein kleiner Blick in meine Genussküche, bevor es sich die beiden Leckerstücke im Ofen bequem gemacht haben:
Kürbisstuten: Der Teig – fluffig, aromatisch und absolut gelingsicher!
Ein guter Hefeteig ist das Herzstück des Kürbis-Stuten. Die Kombination aus Milch, Frischhefe, Zucker, Vanilleextrakt, Butter, Ei und Kürbispüree sorgt dafür, dass der Teig wunderbar geschmeidig wird. Wer das erste Mal Hefeteig macht, muss keine Angst haben: Mit ein paar einfachen Tricks gelingt er ganz einfach. Zum Beispiel ist es wichtig, dass die Milch handwarm ist, damit die Hefe richtig aktiviert wird und dass der Teig an einem warmen Ort ruht, bis er sichtbar aufgegangen ist. Das sorgt für die typische, fluffige Textur, die jeder Stuten-Fan liebt.
Herbstliche Aromen treffen auf Klassiker!
Was den Kürbis-Stuten besonders macht, sind die feinen Aromen: Vanille, Butter und die leichte Süße des Kürbis – sie harmonieren perfekt miteinander. Noch ein bisschen Mandelstifte und Hagelzucker obendrauf, und schon entsteht ein optisch und geschmacklich perfektes Highlight auf dem Frühstückstisch oder beim Nachmittagskaffee. Gerade in der Adventszeit, aber auch im Spätsommer bzw. Herbst ist der Kürbis-Stuten ein echter Star auf jedem Kaffeetisch. Er bringt Wärme, Farbe und den unvergleichlichen Duft von frisch gebackenem Hefeteig ins Haus.
Kürbisstuten: Perfekte Form & Backtipps!
Die Wahl der Kastenform ist entscheidend für die perfekte Stutenform. Für etwa ein Kilo Teig empfiehlt sich eine Form von etwa 30 cm Länge. So hat der Teig genügend Platz, um aufzugehen und Du erhältst zudem eine gleichmäßige Höhe und Form. Selbstverständlich kannst Du auch auf 2 kleinere Formen ausweichen, so verkürzt sich die Backzeit um etwa 5-10 Minuten.
Ein kleiner Trick: Wenn die Oberfläche während des Backens zu dunkel wird, einfach mit Alufolie abdecken, so bleibt der Stuten außen schön goldbraun und innen saftig. Nach dem Backen den Stuten einige Minuten in der Form ruhen lassen, bevor er auf einem Kuchengitter vollständig abkühlt. Das verhindert, dass er bricht und bewahrt zudem die fluffige Textur.
Und das beste Küchen-Hack überhaupt bei Hefeteig, welches ihm nochmals extra Saftigkeit verleiht!
Decke ihn nach dem Backen mit einem trockenen Geschirrtuch für 10 Minuten ab und lass ihn warm auskühlen. Nach 10 Minuten nimmst Du das Geschirrtuch weg und lässt ihn vollständig auf einem Kuchengitter auskühlen.
Kürbisstuten: Varianten & Inspiration!
Natürlich lässt sich der Kürbisstuten nach Lust, Laune und persönlichen Vorlieben variieren. Wer mag, kann noch Rosinen, Cranberries oder Nüsse in den Teig geben – perfekt für alle, die es etwas fruchtiger oder nussiger lieben. Für eine extra Portion Festlichkeit eignen sich Zimt oder Muskat hervorragend, die den Kürbisgeschmack noch stärker betonen.
Auch als süßes Geschenk aus der Küche ist der Kürbis-Stuten ideal: Schöne Scheiben in Butterbrotpapier oder kleine Kastenformen verschenkt, sorgen garantiert für strahlende und glückliche Gesichter.
Warum der Kürbisstuten so beliebt ist?
Es gibt unzählige Hefeteigrezepte, aber der Kürbisstuten hat in der Hefeteig-Welt einen besonderen Platz: Er verbindet den Klassiker „Hefestuten“ mit einem saisonalen Highlight, das nicht nur lecker aussieht, sondern auch saftig bleibt – selbst nach ein paar Tagen. Wer einmal probiert hat, wie fluffig und aromatisch er ist, möchte kaum noch auf andere Hefestuten zurückgreifen. Dazu kommt: Die Zubereitung ist einfach, die Zutaten überschaubar und der Effekt auf dem Tisch ist wirklich beeindruckend.
Dieser Kürbisstuten ist das perfekte Hefeteig-Rezept für die kühlere Jahreszeit, das sowohl Anfänger als auch erfahrene Bäcker begeistert. Das Kürbispüree sorgt für extra Saftigkeit, während die richtige Gehzeit für eine locker-fluffige Krume sorgen. Wer also nach einem gelingsicheren Kürbis-Stuten-Rezept, einem saftigen Hefeklassiker oder einem herbstlichen Frühstücksgebäck sucht, wird hier fündig. Auch perfekt für die Adventszeit, als süßes Geschenk aus der Küche oder einfach für gemütliche Kaffeemomente – dieser Hokkaido-Kürbisstuten überzeugt durch Geschmack, Aroma und Optik gleichermaßen.
Und los geht`s nun mit dem Rezept,
das voller Aromen und Leckerness steckt.
Rezept zum Ausdrucken Kürbisstuten wie vom Bäcker:

Kürbisstuten Rezept wie vom Bäcker
Kochutensilien
- 2 Silikon-Kastenformen 27,5 x 14 x 6,5 cm
- Alternativ: 1 Kastenform 30 cm
Zutaten
Für den Teig:
- 350 g Hokkaido-Kürbis
- 550 g Weizenmehl Typ 550
- 125 ml Milch
- 20 g Frischhefe
- 80 g Zucker, braun
- 1 TL Vanilleextrakt
- 1 Prise Salz
- 1 Ei
- 60 g Butter
Für das Topping:
- 1 Eigelb
- 2 EL Milch
- 3 EL Mandelstifte
- 2 EL Hagelzucker
- Puderzucker zum Bestreuen
Anleitungen
- Den Hokkaido-Kürbis waschen, halbieren, entkernen und 350g davon in grobe Würfel schneiden. In einem Topf mit etwas Wasser etwa 10-12 Minuten weich dämpfen oder in der Mikrowelle in einer abgedeckten Schüssel weich garen. Den gegarten Kürbis pürieren und leicht abkühlen lassen.
- Für den Hefeteig die Milch leicht erwärmen (ideal sind etwa 37 Grad), 1 TL von dem Zucker zufügen, die Frischhefe hinein bröckeln und umrühren. Etwa 5-10 Minuten stehen lassen, bis die Hefe schäumt.
- Mehl in eine große Schüssel geben, eine Prise Salz und den restlichen Zucker hinzufügen. Ei, Vanilleextrakt, Butter in Stücken sowie das Kürbis-Püree dazugeben.
- Zuletzt die Hefe-Milch hinzufügen und alles mit den Knethaken des Handrührers oder der Küchenmaschine etwa 5-7 Minuten zu einem glatten Teig kneten.
- Die Schüssel mit einem sauberen Küchentuch abdecken und den Teig für etwa 60-90 Minuten gehen lassen, bis er sich sichtbar verdoppelt hat.
- Nach Ende der ersten Gehzeit den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche kurz durchkneten und vorsichtig in die beiden Silikonformen bzw. in eine gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Kastenform legen. Mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und weitere 20 Minuten gehen lassen.
- Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze aufheizen.
- Nach Ende der zweiten Gehzeit Eigelb und Milch verquirlen und den Kürbisstuten damit bestreichen. Zuletzt mit Mandelstiften und Hagelzucker bestreuen.
- Im vorgeheizten Backofen backen und ggf. mit Alufolie abdecken. Die Backzeit beträgt bei zwei kleinen Formen etwa 30-35 Minuten, bei einer großen Form 40-45 Minuten. Unbedingt Stäbchenprobe gegen Ende der Backzeit machen: Wenn kein Teig am Holzstäbchen kleben bleibt, ist der Stuten fertig.
- Den Teig 10 Minuten in der Form ruhen lassen und direkt nach dem Backen mit einem trockenen Geschirrtuch abdecken. Nach 10 Minuten nimmst Du das Geschirrtuch weg, dann vorsichtig herausnehmen und auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen.